Große Schweizer Sennenhunde

"vom Rumbecker Siepen"                                                                                                                                                          

Geburt unseres A-Wurfs

Am 10. Juli 2017 war es endlich soweit: Lana schenkte uns unseren lang ersehnten A-Wurf. Zweimal hatten wir erfolglos versucht, sie decken zu lassen. Diesmal hatte es endlich geklappt!

Um drei Uhr in der Nacht weckte mich Lana mit starkem Hecheln. Ich wusste, dies war kein „normales“ Trächtigkeits-Hecheln, sondern es war DAS Hecheln. Da ich schon seit ein paar Tagen neben Lana schlief, stand ich sofort auf und ging mit ihr noch einmal in den Garten, damit sie sich lösen konnte. Kaum wieder drin, gab es draußen einen kräftigen Gewitterschauer mit Blitz und Donner. Lana und ich machten es uns derweil in der Wurfkiste bequem und schauten den zuckenden Blitzen zu. Noch waren wir beide recht entspannt und ruhig.


Dann wurde Lanas Hecheln wieder stärker und die ersten Wehen setzten sichtbar ein. Um 4:48 Uhr war der erste Welpe da!


Lana hatte alles ganz toll alleine gemacht und war eine instinktsichere Mama. Auch ich war die Ruhe selbst und so lagen, als der Rest der Familie gegen 6:30 Uhr aufstand, bereits drei Welpen mit uns in der Wurfkiste. Lana legte eine Pause ein.

Nachdem es im Haus ruhig wurde, weil alle zur Arbeit und in die Schule mussten, waren Lana und ich wieder alleine. Bis 9:29 Uhr erblickten nach und nach drei weitere Welpen gesund und munter das Licht der Welt.


Lana legte eine weitere Pause ein und alles schien in bester Ordnung. Nach einer Weile bekam sie erneut Wehen und brachte eine kleine Hündin zur Welt, die leider tot war und gerade einmal 250 Gramm wog. Wir blieben dennoch entspannt und zuversichtlich, war ich doch der Meinung, es wäre immer noch etwas in Lanas Bauch, das sich bewegte.

 Nach einer weiteren Ruhephase fing Lana wieder an zu hecheln und bekam Wehen. Diese schienen jedoch nicht stark genug. Ich gab ihr Caulophyllum und rief beim Tierarzt an. Dieser war unterwegs und man sagte mir, er käme gegen Spätnachmittag vorbei. Wenn die Hündin keine starken Wehen hätte, wäre auch kein Welpe mehr im Bauch.


Nach einer gefühlten Ewigkeit kam endlich der Tierarzt. Per Ultraschall stellte er fest, dass tatsächlich noch ein Welpe in Lanas Bauch war… Also packten wir die gesamte Mannschaft ein und fuhren in die Praxis, wo Lana an den Wehentropf kam. Und tatsächlich, nach einigen schweren und harten Wehen brachte Lana noch einen sehr großen Rüden selbstständig auf die Welt. Leider war er schon grün ums Schnäuzchen und zeigte keinerlei Lebenszeichen mehr. Er hatte einfach zu lange im Geburtskanal gesteckt… Wir waren froh, dass Lana es geschafft hatte!

 Ein abschließendes Röntgen zeigte dann jedoch, dass Lana noch etwas in ihrem Bauch hatte: Eine zersetzte „Masse“ lag unter ihrem Bauchnabel. Da in dieser Masse jedoch bereits Knochenanlagen zu erkennen waren, musste der Tierarzt einen Kaiserschnitt vornehmen.

Ich fuhr nach Hause und wartete auf den Anruf, dass wir unsere Maus wohlbehalten wieder abholen konnten. Ihre sechs fidelen Welpen wusste ich beim Tierarzt in der Zeit gut aufgehoben unter der Wärmelampe.


Gegen halb elf Uhr kam dann endlich der ersehnte Anruf, dass Lana den Eingriff gut überstanden hat und wir sie und ihre Babys abholen konnten. Allerdings hatte der tote Welpe die Gebärmutterwand angegriffen, so dass diese schon porös war. Hier musste der Tierarzt sofort handeln und unserer Maus die Gebärmutter ohne Wenn und Aber mit entfernen.

Wir waren geschockt! Nachdem alles so gut angefangen hatte, jetzt das! Es würde Lanas erster und einziger Wurf bleiben… Im nächsten Moment waren wir natürlich heilfroh, dass es ihr gut ging und wir ihr letzten Endes so das Leben gerettet haben! Wir waren überglücklich, dass es ihr sehr schnell wieder gut ging und sie sich aufopferungsvoll um ihr „Sixpack“ kümmern konnte!


Sie war in den ganzen neun Wochen so eine tolle Mama! Und auch jetzt bleibt sie trotz alledem unser ganz besonderer Familienhund, den wir von Herzen lieben – auch wenn es leider nie wieder Welpen von ihr geben wird…


Dennoch möchten wir das Abenteuer Zucht erneut wagen und so bereichert seit August 2017 ein neuer, kleiner Wirbelwind unsere Familie. Und wer weiß, wenn sich alles gut entwickelt, wird das Abenteuer Zucht bei uns demnächst mit einem B-Wurf von unserer Scully fortgesetzt...


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